Erstaunlich, aber in Deutschland sind bislang lediglich 16,2 % der Dächer und 6,5 % der obersten Geschossdecken gedämmt). Je nach Dachtyp und -fläche entweichen so zwischen 15 % und 25 % der Heizwärme und damit Deiner Energiekosten. Dabei gibt es auch ganz einfache, wirtschaftliche und effiziente Methoden, diese Verluste einzudämmen, z. B. durch die schlichte Dämmung der obersten Geschossdecke.


Bei der Dachdämmung gilt nicht zwingend: Viel hilft viel. Vielmehr kann wenig schon viel bewirken und: Mehr bringt mehr! Mehr Immobilienwert, mehr Wohnraum, mehr Fördermittel.
In Deutschland ist das Steildach mit einem Anteil von etwa 65 % (im nicht gewerblichen Bereich) noch immer die häufigste Dachform. Steildächer unterscheiden sich jedoch in vielfältigen Parametern, z. B. der Dachform und -neigung oder auch der Ausbildung des sogenannten Kniestocks.

- 1. Flache Steildächer ohne Kniestock mit einer Neigung von weniger als 30°
- sind für einen Dachausbau wenig geeignet. Es empfiehlt sich die Dämmung der obersten Geschossdecke.
- können durch eine Dachaufstockung nutzbar gemacht werden.
- 2. Steildächer mit Kniestock und einer Neigung von über 30°
- können hervorragend zwischen und unter den Sparren gedämmt werden.
- verfügen über ideale Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Dachausbau.
Dämmung der obersten Geschossdecke
Bei Kriech- oder Spitzböden sowie Dachböden ohne oder mit geringem Kniestock, die nur durch eine Aufstockung nutzbar gemacht werden könnten, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke die einfachste und kostengünstigste Lösung.



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So unterschiedlich die Bauweisen von Geschossdecken, so unterschiedlich sind auch die Dämmlösungen:
Holzbalkendecken (oben offen)
Wenn die Kehlbalken nicht beplankt sind und die Decke oben offen ist, kann auf ihr sehr einfach, lückenlos und auch bei hohen Dämmstärken kostengünstig Dämmmaterial „aufgeblasen“ werden.* Die Fläche ist dann sehr effizient gedämmt, jedoch nicht nutz- oder begehbar.

Bei der Wahl des Dämmmaterials ist entscheidend, ob und wie Du Dein Dachgeschoss „nutzt“:
- Möchtest Du vor allem Wärmeverlusten vorbeugen und den Dachboden nicht weiter nutzen, eignet sich neben dem Aufblasen auch Dämmfilz. Die Dämmung ist in diesem Fall nicht belastbar – zur Herstellung von Laufwegen kann die Dämmschicht mit geeigneten Spanplatten abgedeckt werden.
- Ist eine Nutzung als Lagerfläche vorgesehen, kommen belastbare Dämmplatten in Verbindung mit last-verteilenden Platten zum Einsatz.
- Soll der Dachboden auch begehbar sein, so sollten es Dämmplatten mit homogener Faserstruktur und hoher Druckbelastbarkeit sein, die zusätzlich begehbar beplankt werden.
Holzbalkendecken (oben abgedeckt)
Häufig sind Holzbalkendecken mit Dielen oder Platten beplankt, sodass sich Hohlräume im Dachboden befinden. Diese Hohlräume (zwischen den Kehlbalken) sind in älteren Gebäuden zumeist nicht gedämmt. Eine Einblasdämmung ist hier die effiziente Lösung: Die Beplankung muss nicht komplett demontiert werden – ein Loch oder eine gelöste Planke reichen, um das Dämmmaterial einzublasen.


Beton- und massive Geschossdecken
Bei diesem Deckentyp ist genauso zu verfahren wie bei „oben offenen Holzbalkendecken“; bei ihnen entfällt jedoch die Problematik des Wärmeverlusts durch Hohlräume.
Das musst Du beachten!
Oben auf Bodenplatten verlegte Dämmplatten bleiben in ihrer Wirkung eingeschränkt, wenn in darunter liegenden Hohlräumen weiterhin Luft zirkulieren und somit erwärmte Luft nach außen entweichen kann!
