Der Trend zum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Planer, Architekten und Bauherren können beim Einsatz von Holz an der Fassade, am Gartenhaus oder auf dem Terrassenboden zwischen verschiedensten Holzarten und Oberflächenbehandlungen wählen und somit den kompletten Charakter und die Optik des Outdoor-Ambientes beeinflussen.

Speziell entwickelte, offenporige Anstrichsysteme schützen das Holz langfristig, ohne seine natürlichen Eigenschaften einzuschränken. Sie sind au die spezifischen Anforderungen des Materials abgestimmt und unterstützen aktiv den Feuchtigkeitsaustausch.
Foto: Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG
Vielfältige Möglichkeiten: Welche Anstrichsysteme gibt es?

Viele Produkte bieten dabei ein breites Farbspektrum - bis hin zu individuell gemischten RAL- oder NCS- Farbtönen. Lasierende Systeme hingegen setzen auf Transparenz und unterstreichen den natürlichen Charakter des Holzes, ohne auf den Schutz zu verzichten.
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Vor allem ölbasierte Anstrichsysteme haben sich bewährt: Sie sich ansatzfrei auftragen und trocken während der Verarbeitung nicht an. Gleichzeitig kann das Holz weiter „atmen“, ohne Schaden zu nehmen. Ölbasierte Anstrich blättern im Gegensatz zu Lacken nicht ab oder reißen ein. Zusätzliche Wirkstoffe können das Holz vor Pilzen, Algen oder Schimmel schützen. Schnelltrocknende Varianten ermöglichen sogar fertige Oberflächen innerhalb eines Tages, teils mit nur einem einzigen Streichvorgang, was handfeste Vorteile in Sachen Material- und Zeitersparnis mit sich bringt. Auch pigmentierte UV-Schutz-Öle tragen zum langfristigen Erhalt des Holzes bei: Sie bewahren den Ursprungsfarbton und schützen gegen UV-Strahlung, die das Lignin im Holz abbaut und das Holz schnell vergrauen lässt. Viele Bauherren setzen aber inzwischen auch ganz gezielt auf den edlen Look der silbergrauen Patina, die das Holz durch die natürliche Abwitterung erhält. Um eine gleichmäßige Vergrauung zu erzielen und partiell auftretende Unterschiede in der Abwitterung von vornherein zu vermeiden, können spezielle Vergrauungs-Lasuren zum Einsatz kommen.
Diffusionsoffene Anstriche unterstützen die natürlichen Eigenschaften von Holz

Außerdem ist Holz, wenn es entsprechend behandelt wird, extrem lange haltbar – Bauten aus Holz können Jahrhunderte überdauern. Ein weiterer Pluspunkt: Holz ist ein diffusionsoffenes Baumaterial. Da ist es nur folgerichtig, sich auch beim Anstrichsystem für diffusionsoffene Lösungen zu entscheiden, die die natürliche Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit bestmöglich unterstützen.
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Die Kombination aus Witterungsschutz und Feuchtigkeitsregulierung trägt dazu bei, dass das Holz weniger reißt, schwindet oder aufquillt. So bleibt es länger haltbar/funktionstüchtig und optisch ansprechend. Da sich keine Feuchtigkeit unter der Beschichtung staut, bleibt der Anstrich elastisch und haftet besser. Das Risiko, dass er abblättert oder reißt, wird stark reduziert – ein häufiger Schwachpunkt bei nicht diffusionsoffenen Lacken, denn diese verhindern den Feuchtigkeitsaustausch. Zwar bieten sie zum Teil eine recht resistente Oberfläche, kommt es jedoch zu Rissbildung – sei es durch direkte Sonneneinstrahlung oder den mangelnden Feuchtigkeitsausgleich ¬– kann hier beinahe ungehindert Wasser in das Holz eintreten. Die Folge: Es kommt zu Pilzbefall und Fäulnis, wodurch immer größere Flächen abplatzen und das Eindringen von noch mehr Feuchtigkeit begünstigt wird. Viele moderne diffusionsoffene Produkte basieren außerdem auf natürlichen Rohstoffen und sind damit umweltschonender als herkömmliche Lacke.

Um die Oberfläche wieder aufzufrischen, reicht es aus, die Fläche zu reinigen und das Holz dünn nachzustreichen. Da gerade auf großen Flächen wie der Fassade oder der Terrasse Schleifarbeiten meist sehr aufwändig, zeitraubend und dadurch teuer sind, ergeben sich hieraus handfeste wirtschaftliche Vorteile: Der Handwerker spart Zeit, der Kunde Geld.
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